Ist die Zukunft geprägt von mehr Bildschirmen oder weniger? Noch ist niemand sicher. Wenn Außerirdische heute auf der Erde landen und Bericht erstatten würden, wie Menschen aussehen, würden sie vielleicht ein leuchtendes rechteckiges Anhängsel beschreiben, das an einem unserer herabhängenden Gliedmaßen befestigt ist. Heutzutage hat so gut wie jeder ein Smartphone — was es zur meistgenutzten Technologie in unserem Leben macht, mit einer Nutzungsrate von 96 Prozent. (Mehr Menschen besitzen ein Handy als einen Fernseher.) Noch beeindruckender ist vielleicht die Tatsache, dass diese Dinge bis vor etwas mehr als 15 Jahren noch gar nicht existierten.

Und kein Wunder: Ihr Smartphone hat sich zu einer Art digitalen Schweizer Taschenmesser entwickelt. Neben seiner Funktion als wichtiges Kommunikationstool dient es auch als Ihr Webbrowser, Kamera und Camcorder, Musikplayer, Spielkonsole, Navigationseinheit, Schrittzähler, Taschenlampe, persönlicher AI-Assistent und digitale Geldbörse. Ach ja, und es kann auch Telefonanrufe tätigen.

Was kommt als nächstes, jetzt, da die Smartphones reif sind und nur noch eine etwas schnellere und bessere Version von der gleichen Glasplatte sind? Eine Prognose sind mehr Bildschirme - und vielleicht sogar noch näher an (oder auf) unseren Gesichtern, wie zum Beispiel Mixed-Reality-Headsets, die die reale Welt um Sie herum mit digitalen Informationen verbinden, die auf Ihr Blickfeld gelegt werden.

Die andere Denkschule sind weniger Bildschirme, vielleicht mit kleineren tragbaren Geräten, ähnlich wie beim Internet der Dinge (IoT), und einem Ansatz des „ambient computing“, bei dem die Technologie nahtlos (und teilweise unsichtbar) in unser tägliches Leben integriert wird, sodass wir zu unserem normalen Dasein zurückkehren können.

Es ist wahr, dass „die einzige Konstante der Wandel ist“, sicherlich wird sich unsere Abhängigkeit von Smartphones zu etwas anderem entwickeln, aber wie diese nahe Zukunft aussieht, hängt stark davon ab, wen Sie fragen - und hoffentlich wird das Leben um das Jahr 2035 nicht den Eindruck erwecken, als wäre es das Ergebnis einer Fehlfunktion.

Statt uns auf ein Telefon in unserer Hand zu verlassen — für Informationen, Kommunikation, Navigation und Unterhaltung — was wäre, wenn die Technologie nahtlos in unsere Körper und Kleidung integriert wäre? Wearables fangen an, sich durchzusetzen, wie zum Beispiel ein Gerät, das Ihnen Wegbeschreibungen gibt, ohne dass Sie auf den Bildschirm schauen müssen. (Ja, wenn Sie auf der Straße gehen, kann es Ihnen sagen, wann Sie links oder rechts abbiegen müssen, indem es auf Ihr Handgelenk tippt.)

Die nahe Zukunft ist sogar noch beeindruckender. Zum Beispiel ist ein kleines Gerät, das Sie an Ihr Hemd oder Ihre Jacke anbringen können, und das funktioniert als ein nicht-physisches Smartphone, indem es Anrufe, Nachrichten und Informationen von Apps auf eine Oberfläche projiziert (wie Ihre Hand).