Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat kürzlich einen umfassenden Bericht über die Auswirkungen von Technologie auf die Bildung veröffentlicht. Der Bericht, der zahlreiche Erkenntnisse und Empfehlungen enthält, hat eine weltweite Diskussion über die Rolle von Smartphones in Schulen ausgelöst. Die Vereinten Nationen fordern nun Regierungen weltweit auf, ein Verbot von Smartphones in Bildungseinrichtungen in Betracht zu ziehen, aufgrund ihrer negativen Auswirkungen auf das Lernen.
Der Bericht ergab, dass übermäßige Nutzung von Smartphones in Schulen zu unzureichenden schulischen Leistungen führt. Er zeigte auch auf, dass eine verlängerte Bildschirmzeit die emotionale Stabilität eines Kindes negativ beeinflussen kann. Darüber hinaus schlug der Bericht vor, dass eine Begrenzung der Nutzung von Smartphones in Schulen als Schutzmaßnahme gegen Cybermobbing dienen könnte.
Trotz der fehlenden Befugnis der UN solche Beschränkungen durchzusetzen, hofft sie, dass der Bericht Regierungen dazu ermutigen wird, ihre Richtlinien auf Länderebene neu zu bewerten. Interessanterweise hatten mehrere Länder bereits vor der Veröffentlichung des Berichts Maßnahmen zur Einschränkung oder zum Verbot der Nutzung von Smartphones in Schulen eingeführt.
Frankreich gehörte 2018 zu den ersten Ländern, die ein solches Verbot verhängten, gefolgt von Tasmanien im Jahr 2019. Kürzlich kündigte auch die Niederlande ein solches Verbot in Schulen ab 2024 an. Auch Finnland verabschiedete diesen Monat ein ähnliches Gesetz.
In den USA zitierte die National Education Association (NEA) einen Bericht des National Center for Education Statistics von 2020, demzufolge bereits 76 Prozent der US-Schulen Handyverbote eingeführt haben. Dies deutet darauf hin, dass viele US-Schulen mit den UN-Empfehlungen übereinstimmen. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Entscheidung, solche Verbote einzuführen, den einzelnen Schulen überlassen bleibt, und nicht durch Bundes- oder Landesgesetze vorgeschrieben wird.
Neben dem Problem der Smartphone-Nutzung in Schulen untersuchte der UNESCO-Bericht auch den Aufstieg des Online-Lernens, der während der COVID-19-Pandemie verbreitet war. Der Bericht erkannte den Wert des Online-Lernens an, betonte jedoch, dass es das physische Klassenzimmer nicht ersetzen kann.