Ein kürzlich durchgeführte Studie von den Bachelor-Studierenden Kaley Aukerman, Madi Kenna und Ryan Padgett, zusammen mit ihrem Professor Alex Holte an der University of Cincinnati Blue Ash College, hat einen bedeutenden Befund über die ungesunden Auswirkungen der Smartphone-Nutzung auf Personen mit Zwangsstörungen festgestellt. OCD ist eine psychische Störung, die sich durch belastende, unerwünschte Gedanken auszeichnet, die zu wiederholenden, störenden Verhaltensweisen führen.
Veröffentlicht im Journal Current Psychology, diskutiert die Forschung die Auswirkung von OCD-Symptomen auf das Niveau des Problematischen Smartphone-Gebrauchs (PSU). Unter der Leitung des Assistenzprofessors für Psychologie, Dr. Alex Holte, verwendeten die beteiligten Studierenden mehrere Maßnahmen, um zwanghaftes Verhalten, die Angst etwas zu verpassen, Angstzustände, Langeweile und PSU-Niveaus bei mehr als 400 Personen zu messen.
Laut ihren Befunden sind Menschen mit OCD eines klinischen Grades eher dazu geneigt, PSU zu zeigen, im Gegensatz zu denen mit nicht-klinischen OCD-Niveaus. Interessanterweise wurde auch festgestellt, dass die Angst, etwas zu verpassen, und Langeweile eine signifikante Rolle in der Korrelation zwischen OCD und PSU spielen.
Dr. Holte bezog sich auf die Theorie des kompensatorischen Internetgebrauchs, in der Individuen negative Emotionen durch Technologienutzung ausgleichen. Er erläuterte, wie Personen mit OCD nach Sicherheit streben, indem sie zu ihren Telefonen greifen, um ihre OCD-bezogenen Ängste zu validieren oder zu verwerfen.
Die Studie erweitert erfolgreich die Verbindung zwischen OCD und PSU, indem sie vorschlägt, dass OCD eine Neigung zu Langeweile, Angst etwas zu verpassen und hemmende Angst vorhersagt. Solche Elemente können dazu führen, dass eine Person mit OCD obsessiv ihr Telefon überprüft. Die wertvollen Einblicke, die durch die Studie bereitgestellt werden, helfen potenziell dabei, besser zu verstehen, wie OCD-Patienten durch Smartphone-Nutzung beeinflusst werden und wie das Verhalten zu einer Sucht werden kann.
Zur Freude des Teams drückte Current Psychology prompt eine positive Reaktion auf ihre Einreichung aus, und die Studie wurde online im Herbst kurz nach ihrer Einreichung veröffentlicht. Dr. Holte drückte seine Wertschätzung für den Erfolg des Teams aus und erkannte die Seltenheit an, dass Bachelor-Studierende aufgrund des typischerweise langwierigen Veröffentlichungsprozesses eine Veröffentlichung erreichen.
Für die studentischen Autoren war die Veröffentlichung ein unerwartetes, aber willkommenes Ereignis. Jedoch schätzen sie auch den Forschungsprozess und die wertvolle Erfahrung, ihre Befunde zu dokumentieren, ungemein. Vorwärtsblickend plant das Team, in die Dynamik einzutauchen, wie die Smartphone-Nutzung entweder als Zuflucht vor persönlichen Problemen oder als Stressfaktor, der häufige Aufmerksamkeit erfordert, wahrgenommen wird.