Viele Sensoren moderner Smartwatches versprechen eine präzise Herzfrequenzmessung, doch Studien zeigen, dass Ruhe, Bewegung, Hauttyp und Temperatur die Werte erheblich verzerren können.

Auch die Schätzung des Kalorienverbrauchs ist häufig irreführend, weil Algorithmen Herzfrequenz und Aktivitätsniveau nicht zuverlässig über alle Personen und Aktivitäten hinweg berücksichtigen.

Beim Schlaftracking liefern viele Geräte nur grobe Muster statt echter Schlafphasen, weshalb Aussagen über Tiefschlaf oder REM Phasen mit Vorsicht zu genießen sind.

Schritte zählen sich oft als groben Indikator, doch Armbewegungen ohne tatsächliche Fortbewegung können zu falschen Zählungen führen und das Gesamtbild verzerren.

GPS basierte Streckenaufzeichnungen können in beengten Stadtlagen oder zwischen Gebäuden unzuverlässig sein, was zu ungenauen Distanzangaben und Geschwindigkeiten führt.

Die Darstellung von VO2max, Fitnesslevel und ähnlichen Kennzahlen wird durch Hersteller Algorithmen beeinflusst, die Werte glätten oder an Optimierungsziele anpassen, wodurch individuelle Abweichungen verborgen bleiben.

Letztlich sind Smartwatches hilfreiche Begleiter, aber laut Wissenschaft liefern sie nur Orientierungspunkte und ersetzen keine medizinische Diagnose, weshalb man die Daten kritisch interpretieren und regelmäßig kalibrieren sollte.