Der Film 'BlackBerry' erzählt Geschichten mit moralischer Botschaft, die sich in der Ära der Technologie entsponnen haben. Er folgt einem vertrauten Bogen, in dem eine Gruppe technikaffiner Freunde bei Momenten der Unterhaltung und Entspannung auf eine bahnbrechende Erfindung stößt. Diese neue Idee zieht die Aufmerksamkeit der Käufer auf sich, und sobald sie anfangen, Gewinne zu erzielen, verschwindet der Spaß. Er wird ersetzt durch Wettbewerb, was zu einem Ausbruch von Gier, Aggression und Verzweiflung führt. Dieser kanadische Film beleuchtet den Triumph und den letztendlichen Untergang von BlackBerry, einem Meilenstein in der Geschichte der Smartphones.

Die Erzählung bringt uns zurück in die 1990er Jahre, als die kanadischen Ingenieursabsolventen Mike Lazaridis und Doug Fregin einen interaktiven Pager mit einem Netzwerk entwickelten, das E-Mails verarbeiten konnte. Lazaridis, der Technikguru, wird als Optimist dargestellt, der einen Blick auf einen bezaubernden Horizont wirft, der anderen unsichtbar bleibt. Fregin ist das Gegenteil von ihm. Er wird als lebenslustiger, gelassener Mann dargestellt, was ihn zu einem starken Führer unter seinen Kollegen macht. Er versteht die Bedürfnisse seines Teams im bescheidenen Büro in Waterloo, Ontario, und ermutigt zur Teilnahme an Freizeitaktivitäten wie Videospiele und Filme.

Matt Johnson bringt Fregin auf die Leinwand und fungiert auch als Regisseur und Co-Drehbuchautor dieses Films, der stark von Dokumentationen wie 'The War Room' und 'The Big Short' beeinflusst ist. Der Film vereinfacht die Geschichte erheblich, was angesichts des ursprünglichen Buchs von Jacquie McNish und Sean Silcoff, das mit einer erdrückenden Menge technischer und finanzieller Details vollgestopft ist, durchaus verständlich ist.

Die Erzählung nimmt eine entscheidende Wende, als Fregin und Lazaridis feststellen, dass sie die Marketingfähigkeiten, die sie zur Vermarktung ihrer Erfindung benötigen, nicht besitzen. Sie unterzeichnen einen Vertrag mit Jim Balsillie, einem geschmeidigen und durchsetzungsfähigen Vermarkter. Balsillie bringt Disziplin in das Unternehmen, aber das hat Auswirkungen auf Fregin, der sich ausgegrenzt fühlt. Obwohl Balsillies fordernde Natur zunächst negativ dargestellt wird, wird deutlich, dass Fregins lockere Herangehensweise nicht mehr ausreicht. Darüber hinaus deutet Lazaridis' ständig ängstlicher Blick auf die Notwendigkeit einer Unterstützung bei der Bewältigung der zunehmenden Krisen hin.

Die Geschichte ist eine Darstellung von Stereotypen, Unternehmensspannungen und dem beschleunigten Tempo der Technologiebranche. Es wird hervorgehoben, dass BlackBerry die Revolution, die Apples iPhone 2007 auslösen würde, nicht vorhersehen konnte. Dieses Ereignis ist der Katalysator, der Laziridis' Karriere in ein Rennen um Relevanz verwandelt. Er und Balsillie treten schließlich zurück, was das Ende des Films markiert, ein Potpourri aus Egos, Verrat und Eitelkeit. Überraschenderweise ist der Film nahezu ohne weibliche Präsenz, mit nur einer einzigen weiblichen Figur in der Belegschaft des Unternehmens. Die angeblichen Antagonisten, die Lazaridis umkreisen, zeigen alle auffällig überdimensionierte männliche Egos. So erzählt 'BlackBerry' die Geschichte vom Kampf und Scheitern zweier Männer in der Welt der hochkarätigen Technologieinnovation.