Eine aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass pauschale Schulhandyverbote unwirksam sind und Onlinegefahren von Schülerinnen und Schülern damit nicht ausreichend adressiert werden.

Viele Schulen setzen solche Verbote durch ohne die Ursachen der Probleme zu verstehen oder den Umgang mit Geräten im Unterricht sinnvoll zu lenken.

Die Forscher warnen zudem davor, dass ein pauschales Verbot dazu führen könnte, dass weniger Schülerinnen und Schüler Onlinegefahren melden.

Zudem reduziert ein solcher Verbotsansatz oft die Kommunikation zwischen Lernenden und Lehrkräften und erschwert das frühzeitige Erkennen von Problemen.

Statt Verbote empfehlen die Forscher Ansätze, die Medienkompetenz zu stärken, Aufklärung zu bieten und eine offene Kultur des Gesprächs in Schulen zu fördern.

Zu diesen Ansätzen gehören klare Nutzungsregeln, pädagogische Begleitung, Mitsprache der Schülerinnen und Schüler sowie regelmäßige Evaluation der Auswirkungen.

Insgesamt plädiert die Studie für differenzierte Lösungen, die den Schutz von Kindern erhöhen, ohne den Lernprozess zu behindern.